Der Begriff Orchestrierung wurde aus der Musik entlehnt und bezieht sich auf ein flexibles Kombinieren mehrerer Services oder Dienste zu einer sinnvollen Konzeption (Komposition), die einen Geschäftsprozess beschreibt.
Das Unternehmen als Orchester
Perfekte Harmonie: Hirnwellen im Gleichklang.
Das menschliche Hirn ist ein soziales Organ. Geschaffen für ein Leben in der Gruppe. Wenn zwei oder mehrere Menschen etwas miteinander tun, – musizieren, sprechen oder spielen, – dann passen sich ihre Gehirnwellen einander an. Sie synchronisieren sich. «Interbrain Synchrony» heisst dieses Phänomen.
Besonders eindrücklich zu beobachten ist diese Synchronisierung im Gehirn von Musikerinnen und Musikern, die im Duett spielen.
Das zeigt die Forschung von Daniela Sammler, Neuropsychologin am Frankfurter Max-Planck-Institut.
Auch in Unternehmen ist es wichtig, dass die Gehirnwellen der Mitarbeiter im Gleichklang agieren.
Der Song des Orchesters heisst dann "Effizienz und Wirtschaftlichkeit".

Neuronale Synchronisation
Neuronale Synchronisation bezeichnet die Koordination von Aktivitäten zwischen zwei oder mehr Neuronen. Ein grundlegender Prozess, der die Verarbeitung von Informationen im Gehirn unterstützt.
Es ist eine "Teamarbeit" der Neuronen, die zusammenspielen, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Der Ausdruck wird in der Neurologie sowie in der künstlichen Intelligenz (KI) verwendet und ist dort ein Bestandteil der „Deep Learning“-Techniken.
Neuronale Synchronisation bedeutet nicht, dass alle gleich agieren müssen. Eine Geige funktioniert anders als ein Klavier. Und doch kann eine wunderbare Harmonie entstehen, wenn sie zusammenspielen.
Wenn wir uns ein Unternehmen wie ein Orchester vorstellen, sehen wir, dass es unterschiedliche Voraussetzungen braucht, damit der Ton jedes Instruments am geeignetsten zur Geltung kommt und ein harmonisches Zusammenspiel entsteht.
Der Klavierspieler braucht Platz für sein Klavier und einen Stuhl, die Geigenspielerin kann ihren Standort frei auswählen. Sie benötigt wenig Platz, dafür muss sie aber den Freiraum bekommen, ihre Arme bewegen zu können, ohne gegen den anderen zu stossen.
Vergleichbar ist es mit den neurodiversen Besonderheiten der Menschen. Dem einen hilft eine anregende Arbeitsumgebung mit Möglichkeiten zum Gespräch, um in einen Arbeitsflow zu kommen, der andere braucht Ruhe und einen Rückzugsort, um seine Ressourcen voll nutzen und in ein harmonisches Ganzes einfügen zu können.